DIE THEMEN DER AKTUELLEN AUSGABE
November/Dezember 2011, Erscheinungstermin 10.11.2011
Agritechnica 2011
Konrad Steinert
Auf der diesjährigen Agritechnica werden wieder viele Neuigkeiten im Bereich der Mulch- und Direktsaattechnik zu finden sein. In diesem Beitrag werden die wichtigsten davon vorgestellt. Es fehlen zwar die grundlegend neuen Typen, einige Trends sind jedoch sichtbar. Dazu gehören elektrische Antriebe, die zunehmend Standard werden genauso wie Sämaschinen im Baukastensystem. Außerdem scheint die Universaldrillmaschine ihren Zenit überschritten zu haben. Viele Hersteller verzichten wieder auf zusätzliche Bodenbearbeitungswerkzeuge.
Im Heft finden Sie zudem eine neue Übersichtstabelle mit den wichtigsten Modellen und Baureihen.
Betriebsreportage
Weniger ist meistens besser
Ulrike Rosenfellner
Bernhard Reischl stellt nördlich von München als Mulchsäer noch immer mehr Ausnahme als Regel dar. „Hier in der Region pflügen die Landwirte manchmal noch zu 100 %“, so der Junglandwirt. Massive Erosionsprobleme haben bereits seinen Vater zum Umdenken gebracht. Heute bewirtschaftet der Praktiker 150 ha Ackerland, betreibt Schweinemast und mulcht im Lohn. Neben seinen Direktsaatversuchen beschäftigt sich der Tüftler auch gerne mit Zwischenfruchtgemengen, die er vor jeder Sommerung sät. Auch bei der Düngung ist er auf der Suche nach Alternativen.
Bodenverdichtungen und Ertrag
Körnererbsen reagieren sensibel
Melanie Wild, Markus Demmel, Robert BrandhuberHeimische Eiweißfuttermittel zu forcieren, steht wieder ganz oben auf der Agenda politischer Parteien sowie von verschiedenen Verbänden und auch Landwirten. Schwankende Erträge und eine erhöhte Krankheitsanfälligkeit haben letztere in der Vergangenheit etwas skeptisch auf Ackerbohne, Erbse und Co. blicken lassen. Umfangreiche Forschungsvorhaben im Rahmen des Bundesprogrammes Ökologischer Landbau sollen Lösungswege für die kritischen Punkte finden. Im Erbsenanbau liegt das Augenmerk auf der Bodenstruktur, reagiert die Leguminose doch sehr sensibel auf Verdichtungen. Erste Ergebnisse vom LfL Bayern werden in diesem Beitrag vorgestellt.
Herbizideinsatz
Geht es auch ohne Glyphosat?
Konrad Steinert
Glyphosat selbst sowie seine Formulierungspartner und Abbauprodukte sind aktuell wieder im öffentlichen Blickfeld gelandet. Die Zulassungen laufen 2015 ab, alle Hersteller müssen bis Mitte nächsten Jahres die Neuzulassung beantragen. Politiker, Verbände und Wissenschaftler führen indes eine heiße Diskussion über die potentiellen Auswirkungen des Wirkstoffs auf Mensch und Umwelt. Für pfluglos arbeitende Landwirte stellt sich vor allem eine Frage: Welche Auswirkungen hätte es auf mein Produktionssystem, wenn Glyphosat eines Tages vor dem Aus stünde?
LOP - Das gesamte Ackerbauspektrum
unter Mulch- und Direktsaatbedingungen
neunmal im Jahr
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