Dezember 2016

Betriebsreportage:

Konservierende Bodenbearbeitung im Kraichgau – Seit 30 Jahren ohne Pflug

In der Nähe der Stadt Sinsheim bewirtschaftet die Familie Maier 270 ha Acker- und 30 ha Grünland. Auf den hofnahen, extensiv geführten Grünlandflächen grasen zusätzlich 15 Mutterkühe. Vor eine besondere Herausforderung werden die Landwirte bei der Bewirtschaftung der schluffreichen Lößböden, die eine Hangneigung von bis zu 25 % und eine hohe Erosionsgefahr aufweisen, gestellt. Die zur Verschlämmung neigenden Böden werden daher seit 3 Jahrzehnten pfluglos bearbeitet. Mit welchen Geräten der Betrieb die besten Erfahrungen gemacht hat und schon seit 30 Jahren treugeblieben ist, kann in dem Beitrag nachgelesen werden.

 

Technik/Fahrwerke:

Unterbodenverdichtungen bei der Ernte von Zuckerrüben – Raupenlaufwerk oder Breitreifen?

Verdichtungen des Unterbodens sind eine der größten Bedrohungen des Bodens. Sie führen zu suboptimalen physikalischen Bodenbedingungen, die sich sowohl bei trockenen wie auch bei feuchten Bedingungen nachteilig auswirken können. Zur Untersuchung der Unterbodenverdichtungen bei der Ernte von Zuckerrüben hat die Universität Wageningen Versuche mit Raupenlaufwerken und Breitreifen durchgeführt. Die Messwerte wurden unter anderem durch in den Boden eingelassene Druckzellen ermittelt. Die Ergebnisse wie Radlasten oder Bodendrücke geben einen kleinen Einblick, wie stark die Bodenbelastungen vor allem bei zu feuchten Erntebedingungen ausfallen können.

 

Technik/Praxistest:

Köckerling Kurzscheibenegge Rebell classic T 800 – Ausweichen in drei Dimensionen

Auf einer Arbeitsbreite von 7,80 m sind mit einem Strichabstand von 130 mm 62 gezackte Scheiben angebracht, die durch die Blattfederaufhängung dreidimensional ausweichen können. Bei der Tiefeneinstellung können die Landwirte zwischen der mechanischen oder hydraulischen Variante wählen. Das Gerät wurde Anfang August 2016 von der Redaktion auf einem abgeernteten Weizenschlag in der Uckermark getestet. Unter praktischen Bedingungen konnte sie sich einen Überblick verschaffen und ihre Eindrücke von der Maschine in der Ausgabe festhalten.

 

Bodenleben/Jena-Experiment:

Infiltration von Wasser: Einfluss von Textur und Pflanzenarten auf die Infiltrationskapazität – Artenvielfalt erhöht Wasserinfiltration

Eine ausreichende Wasserleitfähigkeit gewährleistet die Infiltirerbarkeit des Bodens und ist damit Voraussetzung für das schnelle Eindringen des Niederschlagswassers, auch bei außergewöhnlich starken Regenereignissen. Eine geeignete Bewirtschaftung des Porenraumes ist daher eine wichtige Voraussetzung für eine nachhaltige Tiefenversickerung. Einen wichtigen Faktor spielt auch die biologische Aktivität des Bodens. In einem Experiment der Universität Jena wurde daher untersucht, welchen Einfluss der Bewuchs, d.h. Artenzusammensetzung und -vielfalt, von bewirtschafteten Grasländern auf die Infiltrationskapazität und Bodeneigenschaften hat. Zusätzlich wurde deren Einfluss auf die Verteilung des Bodenwassergehaltes im Tiefenprofil geprüft.

 

Ökolandbau/Bio-Direktsaat:

Bio-Direktsaat und -Direktpflanzung im Gemüsebau in den USA – Tillage Radish statt Herbizid

In den USA, dem größten Agrarland der Welt, wird dem Zwischenfruchtanbau seit einigen Jahren mehr und mehr Aufmerksamkeit geschenkt. Bodengesundheit und Bodenstruktur sind in aller Munde, und die Flächen, die mit Zwischenfrüchten begrünt werden, wachsen von Jahr zu Jahr. Die in den USA mit Abstand dominierende Zwischenfrucht ist der auch in Europa bekannte Tillage Radish. In dem Beitrag thematisiert der Autor unter anderem die Etablierung der Kultur und die Stickstofffixierung im Herbst.

 

Bodenbearbeitung/Mais:

Bodenbearbeitung zu Mais in der Steiermark – Mais braucht Luft im Boden

Mais kommt im Gegensatz zu anderen Ackerkulturen, wie Getreide und Soja, mit Strukturschäden des Bodens noch am besten zurecht. Das sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass bei einer Bodenbearbeitung, welche die optimale Wasser- und Luftversorgung des Maises sicherstellen soll, nicht geschlampt werden darf. In der Steiermark wurden daher vierjährige Versuche der Landeskammer mit unterschiedlicher Bodenbearbeitung durchgeführt, um eventuelle Auswirkungen auf den Maisertrag festzustellen. Die Ergebnisse auf den Ertrag, pH-Wert, Phosphorgehalt etc. können im Beitrag nachgelesen werden.

 

Pflanzenbau/Einzelkornsaat:

Einzelkornsaat von Getreide: Ergebnisse eines dreijährigen Parzellenversuches von 2012 bis 2015 – Zukunft oder Wunschdenken?

Die Sätechnik trägt im modernen Landwirtschaftsbetrieb weiterhin entscheidend zu hohen Pflanzenerträgen und Betriebsergebnissen bei. Dabei spielt für die pflanzliche Entwicklung die optimale Standraumverteilung eine entscheidende Rolle. Auf der Grundlage von Vorversuchen mit Handablage, wurden daher von 2012 bis 2015 Parzellenversuche mit Weizen und Roggen an mindestens 9 Standorten durchgeführt. Ob die Ergebnisse der Vorversuche mit bis zu 40 % Mehrerträgen erfüllt werden konnten, kann im Beitrag nachgelesen werden, in dem die beteiligten Projektpartner wie Kverneland oder KWS Stellung nehmen.

Inhaltsverzeichnis

  • Betriebsreportage: Konservierende Bodenbearbeitung im Kraichgau - Seit 30 Jahren ohne Pflug
  • Technik: Unterbodenverdichtungen bei der Ernte von Zuckerrüben - Raupenlaufwerk oder Breitreifen?
  • Technik: Köckerling Kurzscheibenegge Rebell classic T 800 - Ausweichen in drei Dimensionen
  • Bodenleben: Infiltration von Wasser: Einfluss von Textur und Pflanzenarten auf die Infiltrationskapazität - Artenvielfalt erhöht Wasserinfiltration
  • Ökolandbau/Bio-Direktsaat: Bio-Direktsaat und -Direktpflanzung im Gemüsebau in den USA - Tillage Radish statt Herbizid
  • Bodenbearbeitung: Bodenbearbeitung zu Mais in der Steiermark - Mais braucht Luft im Boden
  • Pflanzenbau: Einzelkornsaat von Getreide: Ergebnisse eines dreijährigen Parzellenversuches von 2012 bis 2015 – Zukunft oder Wunschdenken?
  • Kurz Notiert: Neues aus Industrie und Wissenschaft
  • Impressum
  • Veranstaltungen
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