Juni 2016

Betriebsreportage:

Pfluglose Biolandwirtschaft und Mischfruchtanbau in Oberösterreich – „Unsere Stärke ist die Vielfalt“

In der oberösterreichischen Gemeinde Waizenkirchen bewirtschaften Astrid und Georg Doppler 52 ha Acker- und 29 ha Grünland. Die Landschaft um Waizenkirchen ist geprägt von steilen und felsigen Hängen, die die Wahrscheinlichkeit von Erosionsschäden erhöhen. Eine Herausforderung für die Bewirtschaftung der biologischen Flächen stellen die schweren Schwemmlandböden, auch „Minutenböden“ genannt, dar. Bedingt durch die Ausweitung der Mutterkuhhaltung gewann mit den Jahren der Anbau von Mischfrüchten zunehmend an Bedeutung.

 

Zwischenfrüchte:

Vergleich von Aussaatverfahren für Zwischenfrüchte – Leguminosen sind dankbar für Drillsaat

Die Aussaat der Zwischenfrüchte fällt je nach Betriebstyp unterschiedlich arbeitsintensiv aus. Zum einen kann das Saatgut kombiniert mit der Bodenbearbeitung oder mit dem Streuer ausgebracht werden und zum anderen besteht die Möglichkeit die Bestellung mit einer Drillkombination durchzuführen, die eine exaktere und gleichmäßigere Ablage des Saatgutes gewährleisten kann. Ob die höheren Kosten der Drillsaat auch durch bessere Zwischenfruchtleistungen gerechtfertigt sind, soll das Ergebnis des durchgeführten Versuches der BayWa AG beantworten.

 

Mähdrusch:

Das Dual Stream-System – Hochschnitt mit Doppelschnitt – Effektiver Mähdruschbeschleuniger

Bei der Stoppellänge in der Getreideernte gilt nach wie vor: „So kurz wie möglich“, um etwaige Probleme durch lange Stoppeln bei der Bodenbearbeitung zu vermeiden. Jeder Zentimeter längere Stoppel bringt allerdings circa 1,5 bis 2 % Mehrleistung und 1,5 % weniger Dieselverbrauch. New Holland bietet mit dem Dual Stream einen Lösungsansatz an, bei den ein zweites Messer hinter dem Schneidwerk konstant 15 cm über dem Boden läuft. In dem Artikel werden zusätzlich die Feldversuchsergebnisse von den verschiedenen Schnitthöhen ausgewertet.

 

Düngung:

Ertragsergebnisse aus Dauerfeldversuchen zur K-Versorgung von Getreidekulturen – Kalium reguliert den Wasserhaushalt

Das Ziel jedes Pflanzenbauers sind hohe und stabile Erträge. Für die Pflanzenproduktion nimmt das Element Kalium eine Sonderstellung ein, da es nicht nur die Ernährung der Pflanzen sichert, sondern vor allem auch als Regulator des Turgordrucks (Öffnen und Schließen der Spaltöffnungen) für eine effiziente Wasserversorgung sorgt. Für eine optimale K-Versorgung der Kulturen werden an ausgewählten Standorten Düngungsversuche durchgeführt und aus den gewonnenen Ergebnissen praxisrelevante Empfehlungen abgeleitet.

 

Energiepflanzen:

Anbau- und Ertragsvergleich mehrjähriger Energiepflanzen am Standort Bernburg – Mehrjährige Energiepflanzen im Vergleich

Auf etwa 1,4 Mio. Hektar wachsen in Deutschland Energiepflanzen für die Biogasproduktion, vorrangig Silomais und Getreide. In verschiedenen Forschungseinrichtungen werden Anbauversuche durchgeführt, um die Palette dieser Arten, darunter auch mehrjährige zu erweitern. Dazu wurden am Standort Bernburg von der Landesanstalt für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt seit 2007 mehrjährige Energiepflanzen angebaut, um aus den Anbau- und Ertragsdaten Ergebnisse und Empfehlungen ableiten zu können. Zu den untersuchten Energiepflanzen zählen unter anderem Durchwachsene Silphie, Rutenhirse und Staudenknöterich.

 

Winterraps:

Lösung gegen Problemunkräuter – Clearfield-System hat Stärken und Schwächen

Der Winterraps gehört im Jahr 2016 mit 1,33 Mio. Hektar Anbaufläche neben den Getreidearten und Mais zu den bedeutendsten Kulturarten Deutschlands. Das Clearfield-System ist seit vier Jahren in Deutschland am Markt verfügbar und besteht aus einem Herbizid und einer gegen dieses Herbizid toleranten Sorte. Die Sorten zeichnen sich durch eine Resistenz gegenüber dem Wirkstoff Imazamox und einer Teilresistenz gegenüber anderen ALS-Hemmern aus. Der Exaktversuch wurde auf sieben Standorten in sechs Bundesländern vor dem Hintergrund einer neutralen Beurteilung der Leistungsfähigkeit des Clearfield-Systems gegenüber praxisüblichen Herbizidstrategien bezüglich Ertrag, Ölgehalt, herbizider Wirkung und bereinigter Marktleistung durchgeführt.

 

Bodenbearbeitung:

Penetrationswiderstände in verschiedenen Bodennutzungssystemen – Kalk stabilisiert Bodenstruktur

Die Bodenstruktur (definiert als die räumliche Anordnung der festen Bodenbestandteile) hat einen direkten Einfluss auf den Wasser- und Lufthaushalt, aber auch auf die Durchwurzelbarkeit und Nährstoffverfügbarkeit. Die Messung des Penetrationswiderstandes gibt als Parameter die Bodenstruktur im Tiefenprofil und damit ein indirektes Maß für die Durchwurzelbarkeit der Böden an. Durch langjährige Feldversuche der Humboldt-Universität zu Berlin konnten die Effekte einzelner ackerbaulicher Faktoren auf die Bodenstruktur quantifiziert werden. Die Ergebnisse des Einflusses der unterschiedlichen Bodenbearbeitung werden in dem Artikel auch zusätzlich als Abbildung grafisch dargestellt.

Inhaltsverzeichnis

  • Betriebsreportage: Pfluglose Biolandwirtschaft und Mischfruchtanbau in Oberösterreich – „Unsere Stärke ist die Vielfalt“
  • Zwischenfrüchte: Vergleich von Aussaatverfahren für Zwischenfrüchte – Leguminosen sind dankbar für Drillsaat
  • Mähdrusch: Das Dual Stream-System – Hochschnitt mit Doppelschnitt – Effektiver Mähdruschbeschleuniger
  • Düngung: Ertragsergebnisse aus Dauerfeldversuchen zur K-Versorgung von Getreidekulturen – Kalium reguliert den Wasserhaushalt
  • Energiepflanzen: Anbau- und Ertragsvergleich mehrjähriger Energiepflanzen am Standort Bernburg – Mehrjährige Energiepflanzen im Vergleich
  • Winterraps: Lösung gegen Problemunkräuter – Clearfield-System hat Stärken und Schwächen
  • Bodenbearbeitung: Penetrationswiderstände in verschiedenen Bodennutzungssystemen – Kalk stabilisiert Bodenstruktur
  • Kurz notiert: Neues aus Industrie und Wissenschaft
  • Impressum
  • Veranstaltungen
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