November 2016

LOP Magazin Ausgabe November 2016
10,25 
Artikelnr.: LOP_2016_11
inkl. 7 % MwSt, zzgl. Versand

Betriebsreportage:

Pfluglose Biolandwirtschaft und Mischfruchtanbau im Saarland – Säen und in Ruhe lassen

Seit über 40 Jahren (ab 1975) wird auf dem Hof von Marcus Comtesse biologisch-dynamisch gewirtschaftet. Der gelernte Kfz-Mechaniker, der von 1999 bis 2002 eine Weiterbildung zum Landwirtschaftsmeister absolvierte, bewirtschaftet im Saarland rund 201 ha Nutzfläche. Das System des Mischkulturanbaus wird auf dem Betrieb seit 2003 durchgeführt, wobei Kulturen wie Leindotter oder Senf als Stützfrucht dienen. Bei der vielfältigen Fruchtfolge verfolgt der Landwirt kein festes Schema, jedoch wechseln sich Sommerung und Winterung konsequent ab. Wie der Landwirt trotz Mischfrüchten vermarktungsfähige Produkte zur Verfügung stellen kann und wie die Anwendung von Komposttee und EM-Bakterien auf dem Betrieb umgesetzt werden, wird in dem Beitrag näher erläutert.

 

Pflanzenschutz/Formulierungstechnologie:

Fortschrittliche Formulierungstechnologie für Clomazone-haltige Produkte – Wirkstoffe in der Mikrokapsel

Es werden zwei unterschiedliche Arten der Abdrift unterschieden. Die primäre Abdrift entsteht beispielsweise durch eine Mittelanwendung bei zu starken Windgeschwindigkeiten, wodurch der Wirkstoff auf benachbarte Flächen verfrachtet wird. Unter der sekundären Abdrift ist die Verflüchtigung der Pflanzenschutzmittel nach der Ausbringung in Abhängigkeit von deren physikalisch-chemischen Eigenschaften zu verstehen. In dem Beitrag erklärt Dr. Oliver Pflughöft wie sich mit einer neuen Kapselformulierung die sekundäre Abdrift von Herbizidwirkstoffen auf ein Minimum reduzieren lässt. Darüber hinaus stellt er die Verfahren und Ergebnisse der Versuche im Vergleich zu anderen Formulierungen vor.

 

Technik/Sensorik:

Sensorik – die Schlüsseltechnologie für den Pflanzenbau – Bildgebende Sensorsysteme auf dem Vormarsch

Die Fortschritte in der Automatisierung machen auch vor dem Landwirtschaftssektor nicht halt. So können z.B. georeferenzierte Ertragskarten, Wetterdaten oder Maschineneinstellungen aufbereitet und dem Landwirt zur Entscheidungsfindung zur Verfügung gestellt werden. Bildgebende Sensorsystem sind dabei auf dem Vormarsch und geben unter anderem Düngungsempfehlungen, um den Beständen ein optimales Wachstum zu ermöglichen. Prof. Ruckelshausen von der HS Osnabrück, der entscheidend bei der Entwicklung des „BoniRob“ geholfen hat, zählt in dem Beitrag noch weitere praxisrelevante Sensorsysteme auf.

 

Bodenbearbeitung/CTF:

Mit Controlled Traffic Farming den Pflanzenbau optimieren: Ergebnisse einer fünfjährigen Untersuchung – Wie viel Ertrag kosten Fahrspuren?

Bodenverdichtungen bei der Bestellung, Pflege und Ernte beeinflussen die Bodenfunktionen negativ, wodurch die Erträge gemindert werden können. Regelfahrspurverfahren (CTF) sind Strategien, um die Fahrspuren im Feld auf wenige Bereiche zu konzentrieren und damit große Flächen ohne Bodenbelastung zu belassen. Das LfL Bayern führte dazu jahrelange Versuche mit unterschiedlichen Versuchsbetrieben durch, deren Ergebnisse (u.a. Infiltrationsrate, Luftkapazität, Ertrag) in dem Beitrag nachgelesen werden können.

 

Technik/Praxistest:

Kuhn Kurzscheibenegge Optimer+ 5003 – Arbeitserleichterung durch hydraulische Walzeneinstellung

Die Kurzscheibenegge Optimer+ 5003 ist für die flache und tiefe Stoppelbearbeitung geeignet. Bei einer Arbeitsbreite von fünf Metern wurden bei dem Gerät 40 gewölbte Scheiben (20 vorne, 20 hinten) mit großen Zacken mit einem Durchmesser von 510 mm verbaut. Für die Praxis können die Landwirte zusätzlich zwischen verschiedenen Ausstattungsvarianten, u.a. 3 Walzentypen wählen. Anfang August 2016 testete die Redaktion das Gerät auf einem abgeernteten Weizenschlag in der Uckermark. Unter praktischen Bedingungen konnte sie sich einen Überblick verschaffen und ihre Eindrücke von der Maschine in der Ausgabe festhalten.

 

Boden/Regenwürmer:

Einfluss der Regenwürmer auf die Eigenschaften des Unterbodens – Vorteile bei Starkregen und Trockenheit

Bei einem zunehmend extremer werdenden Klima ist die Unterbodenstruktur eines Standortes besonders wichtig für seinen Wasserhaushalt und damit auch für die Bodenfruchtbarkeit. In diesem Beitrag stellen die Autoren Otto Ehrmann und Erich Unterseher 20-jährige Forschungsergebnisse vom Standort Dossenheim (Baden-Württemberg) vor. Sie zeigen auf, wie sich die Anzahl der Röhren tiefgrabender Regenwürmer durch 20 Jahre unterschiedliche Bewirtschaftung im Boden verändern.

Inhaltsverzeichnis

  • Betriebsreportage: Pfluglose Biolandwirtschaft und Mischfruchtanbau im Saarland - Säen und in Ruhe lassen
  • Pflanzenschutz: Fortschrittliche Formulierungstechnologie für Clomazone-haltige Produkte - Wirkstoffe in der Mikrokapsel
  • Technik: Sensorik - die Schlüsseltechnologie für den Pflanzenbau - Bildgebende Sensorsysteme auf dem Vormarsch
  • Bodenbearbeitung: Mit Controlled Traffic Farming den Pflanzenbau optimieren: Ergebnisse einer fünfjährigen Untersuchung - Wie viel Ertrag kosten Fahrspuren?
  • Technik: Kuhn Kurzscheibenegge Optimer+ 5003 - Arbeitserleichterung durch hydraulische Walzeneinstellung
  • Boden: Einfluss der Regenwürmer auf die Eigenschaften des Unterbodens - Vorteile bei Starkregen und Trockenheit
  • Kurz Notiert: Neues aus Industrie und Wissenschaft
  • Impressum
  • Veranstaltungen

Zurück