November 2018

Betriebsreportage

Humusaufbau im Biogasbetrieb, Innovative Landwirtschaft Michael Reber aus Gailenkirchen, Gemeinde Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg

Die Vitalisierung der Bestände durch Komposttee sowie die Aktivierung des Bodenlebens durch die Flächenrotte bewirken einen reduzierten Krankheits- und Unkrautdruck. Schon Mitte der 1980er Jahre stellte Michael Rebers Vater das Pflügen zu Weizen nach Raps ein. Der Sohn führte dann die Mulchsaat schon während seines Studiums auf dem gesamten Betrieb ein. Dabei ging es neben dem Erosionsschutz vorrangig um die Einsparung von Arbeitszeit. Der Zeitraum, in dem auf den Flächen des Betriebes kein wachsender Pflanzenbestand vorhanden ist, fällt äußerst kurz aus. Grund dafür ist, dass die Flächenrotte nur dann gut funktioniert, wenn genug organisches Material auf den Äckern vorzufinden ist. Wie Michael Rebers Erfahrungen bisher sind erfahren Sie in der Reportage!

 

Bedienung mit Smartphone oder Tablet

Bis vor einigen Jahren waren Sämaschinen noch rein mechanische Geräte, wo man an einem großen Getriebekasten die gewünschte Saatstärke einstellen konnte. Nur die Fahrgassenschaltung ließ sich mittels elektromagnetischer Klappen von der Kabine aus steuern. Heute hat sich das Bild sehr gewandelt, Bordcomputer und zahlreiche Sensoren haben inzwischen Einzug bei der Sätechnik gehalten.

So ist heute z. B. mit den meisten Maschinen eine teilflächenspezifische Saat möglich, um die Saatstärke optimal an die jeweiligen Bodenverhältnisse anzupassen. Teilbreitenschaltungen (Section Control) gestatten es, die Flächen an Keilen und Vorgewenden exakt bis zum Anschluss zu bedrillen. Sensoren zur Gutflussüberwachung zeigen dem Bediener sofort an, wenn eine Säleitung verstopft ist oder andere Störungen auftreten. Nicht zuletzt bieten diverse Überwachungskameras Einblick in die Arbeitsorgane und den Tank der Sämaschine – kann doch der Bediener die heutigen gezogenen Sämaschinen vom Schlepper aus kaum noch überblicken. Mehr lesen sie im aktuellen Heft.

 

Unterflur-Tropfbewässerung

Die wasser-und arbeitssparende Unterflur-Tropfbewässerung kann eine passende Antwort auf die Herausforderungen des Klimawandels sein.

Wir besuchten einen Tastversuch auf Sandboden bei Redefin in Mecklenburg-Vorpommern. Ein großer Vorteil der Unterflur-Tropfbewässerung ist deren sehr hohe Wassereffizienz, da das Wasser direkt in den Wurzelraum der Pflanze abgegeben wird. Unproduktive Wasserverluste, wie sie bei der Beregnung zwangsläufig auftreten, entfallen nahezu vollständig. Welche Erfahrungen dort bisher mit der Unterflur-Tropfbewässerung im Ackerbau gesammelt wurden erfahren sie im aktuellen Heft.

 

Systemvergleich: Direktsaat, biologischer und konventioneller Ackerbau

Durch eine Verbesserung der Bodenqualität und die zunehmenden Anwendererfahrungen kann sich die Produktivität
innovativer Systeme nach mehrjähriger Anwendung verbessern.

Wie beeinflussen verschiedene Ackerbausysteme die Ökosystemdienstleistungen, wie zum Beispiel Produktivität, Bodenqualität, Klimawirkung oder die Biodiversität? Im FAST-Langzeitversuch untersucht die Gruppe Pflanzen-Boden-Interaktionen von Agroscope, zusammen mit zahlreichen anderen Forschungsgruppen, wie sich wichtige Ackerbausysteme, inkl. Direktsaat und reduzierter Bodenbearbeitung, auf die Erträge, verschiedene Ökosystemdienstleistungen und die allgemeine Leistung auswirken. Seit 2009 werden im FAST-Versuch („Farming System and Tillage Experiment“) Langzeit-Effekte von vier wichtigen Ackerbausystemen auf agronomische, ökologische und ökonomische Leistungen untersucht. Darüber berichten Raphaël Wittwer und Marcel van der Heijden von Agroscope in der Schweiz im aktuellen Heft.

 

Konservierung von Getreide

Alternativen zur Trocknung

Für die Konservierung von Getreide stehen unterschiedliche Verfahren zur Auswahl. Jedes Verfahren für sich verändert bestimmte Wachstumsfaktoren der Mikroorganismen derart, dass Wachstum und Vermehrung nicht mehr möglich sind bzw. diese absterben. Anhand ihres Wirkprinzips lassen sich die unterschiedlichen Konservierungsmethoden pauschal in physikalisch und chemisch wirkende Verfahren unterscheiden. Bevor man sich für ein Konservierungsverfahren entscheidet, sollten die Vor- und Nachteile der einzelnen in Frage kommenden Verfahren genau abgewogen werden. Dabei hilft ihnen der Beitrag im aktuellen Heft.

 

Gülleapplikation mit neuen Regeln

Die neue Düngeverordnung hat neue Vorgaben zur Gülleapplikation: Ab 2020 ist der Schleppschlauchverteiler Mindeststandard auf dem Ackerland!

Hinsichtlich der Applikation sieht der Gesetzgeber zukünftig vor, dass flüssige organische sowie flüssige organisch-mineralische Düngemittel mit einem wesentlichen Gehalt an verfügbarem Stickstoff, wie z. B. Gülle, auf bestelltem Ackerland ab dem Jahr 2020 entweder nur noch streifenförmig auf dem Boden abgelegt oder direkt in den Boden injiziert werden dürfen. Für Grünland gelten die gleichen Regeln, allerdings erst ab 2025. Welche Geräte sich eignen und wie sie in Exaktversuchen abgeschnitten haben, lesen sie im aktuellen Heft.

 

Inhaltsverzeichnis

  • Betriebsreportage: Humusaufbau im Biogasbetrieb, Innovative Landwirtschaft Michael Reber aus Gailenkirchen, Gemeinde Schwäbisch Hall, Baden-Württemberg
  • Elektronik an Sämaschinen: Bedienung mit Smartphone oder Tablet
  • Unterflur-Tropfbewässerung: Innovatives Bewässerungssystem beim Anbau von Körnermais auf trockenen Sandböden in Mecklenburg-Vorpommern
  • Systemvergleich im Ackerbau Direktsaat, biologischer und konventioneller
    Ackerbau im Vergleich:
    Produktivität und Ökologie vereinen
  • Konservierung von Getreide: Konservierungsmöglichkeiten von hofeigenem Getreide: Alternativen zur Trocknung
  • Gülleapplikation Gülleapplikation mit neuen Regeln: Ergebnisse und Erfahrungen beim Einsatz unterschiedlicher Gülleapplikationsverfahren
  • Kurz notiert: Neues aus Industrie und Wissenschaft
  • Impressum
  • Veranstaltungen
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Artikelnr.: LOP_2018_11
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