Jan / Feb 2019

LOP Magazin Ausgabe Januar/Februar 2019
10,25 
Artikelnr.: LOP_2019_01/02
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Betriebsreportage:

Körnermais mit BioStripTill - Direktsaat in Sachsen-Anhalt

Das Zerbster Land in Anhalt ist eine flache, eiszeitlich geprägte Landschaft in Sachsen-Anhalt. Der Boden ist relativ heterogen und geht vom sandigen Lehm in lehmigen Sand über. Der Landwirtschaftsbetrieb Ackerbau Klümper e. K. ist in Bias ansässig, einem Ortsteil der Stadt Zerbst in Anhalt. Bereits 1994 wurde das Pflügen aufgegeben und der Betrieb vollständig auf Mulchsaat umgestellt. Mittlerweile erfolgt die Bestellung im Direktsaatverfahren. Hierzu nutzt der Landwirt eine selbst entworfene Sämaschine mit Cross Slot Scharen. Alexander Klümper setzt auf vielfältige Mischungen von Zwischenfrüchten mit möglichst vielen Komponenten. Nach Getreide vor Mais sät der Landwirt die Zwischenfrüchte nach dem BioStripTill-Verfahren. Mehr lesen Sie im Heft.

 

Pflanzenschutz:

Ungräser früh und effektiv bekämpfen - Unkrautbekämpfung in Getreide im Frühjahr bei pfluglosem Anbau

Nach Ackerfuchsschwanz und Windhalm sind jetzt auch bei den Weidelgräsern erste Herbizidresistenzen nachgewiesen worden. Auf Flächen mit Ackerfuchsschwanz als Leitungras hat dessen Bekämpfung oberste Priorität. In spät gesätem Winterweizen ist i. d. R. eine Frühjahrsbehandlung notwendig. Bei der Entscheidung für die Herbizidstrategie ist die Kenntnis über bereits vorhandene Resistenzen maßgebend. Bei einem starken Besatz mit Weidelgräsern sollte die Bekämpfung schon im Herbst durchgeführt werden. Erfolgt die Herbizidanwendung erst im Frühjahr, sind zu diesem Zeitpunkt bereits Ertragseinbußen eingetreten. Die Anwendungen im Frühjahr sollten unmittelbar nach dem Vegetationsbeginn erfolgen. Mehr zur Herbizid-Strategie im Frühr lesen Sie im Heft.

 

Züchtung:

Wieviel Ertrag kosten Spätsaaten? - Spätsaaten bei Winterweizen auf den Löß-Anbaugebieten Ostdeutschlands

Bei Spätsaaten stehen dem geringeren Krankheits- und Schädlingsrisiko im Herbst insgesamt geringere Erträge aufgrund der kürzeren Vegetationszeit gegenüber. Alternativ zu einer Spätsaat bietet sich der Sommerweizen an. In der Abbildung 3 im Heft ist der Ertragsvergleich zwischen Winterweizen in Normalsaat (LSV), Winterweizen Spätsaat und Sommerweizen sowie Wechselweizen dargestellt. Bei Aussaatterminen ab Mitte November bieten sich Wechselweizensorten an. Welche Winterweizensorten sind es, die sich aktuell unter Spätsaatbedingungen im Vergleich günstig darstellen? Mehr lesen Sie im Heft.

 

Pflanzenschutz:

Auch Rapsschädlinge haben viele Feinde - Nützlinge leisten kostenlose Unterstützung bei der Schädlingsbekämpfung im Raps

Neben einem eingeschränkten Insektizideinsatz kann auch die pfluglose Bodenbearbeitung dazu beitragen, die Nützlinge im Winterraps zu fördern. Auf dem Boden und im Rapsbestand sind räuberische Insekten wie Laufkäfer oder Kurzflügelkäfer und deren Larven aktiv. Sie sind überwiegend polyphag, besitzen also ein breites Nahrungsspektrum. Sie vertilgen z. B. auch Eier, Larven und Puppen der Rapsschädlinge auf oder im Boden. Während die Schlupfwespen bei Pflugeinsatz in tiefere Bodenschichten vergraben werden und im Frühjahr nicht an die Oberfläche gelangen und zu den neuen Rapsschlägen fliegen können, kann auch eine intensive Durchmischung mit rotierenden Werkzeugen (z. B. Kreiselegge) eine direkte mechanische Beschädigung der Schlupfwespen-Kokons verursachen. Mit der reduzierten Bodenbearbeitung nach Raps werden diese Nützlinge also eindeutig gefördert. Mehr lesen Sie im Heft.

 

Melioration:

Dränagen sichern den Wert des Bodens - Melioration im Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft, Umweltschutz,
Digitalisierung und Politik

Unter Melioration werden kulturtechnische Maßnahmen zur Werterhöhung des Bodens, also zur Steigerung seiner Ertragsfähigkeit, zur Vereinfachung seiner Bewirtschaftung und zum Schutz vor Zerstörung verstanden. Dies umfasst beispielsweise die Be- oder Entwässerung landwirtschaftlich genutzter Flächen. Entwässerungsmaßnahmen in der Landwirtschaft sind erforderlich, wenn der Bereich agronomisch optimaler Bodenfeuchte ständig oder regelmäßig über längere Perioden hinweg überschritten wird und der Standort unter ökologischen oder technologischen Gesichtspunkten den Bodenfeuchtezustand der Nässe erreicht (Dörter, 1986). Zukunftsthemen wie gesteuerte Dränagen, Digitalisierung, Augmented Reality oder auch Agrothermie werden in den kommenden Jahren auch in der Melioration neue Impulse setzen. Hierbei spielt unter anderem die Nutzung von Drohnentechnologie sowie das 5G-Mobilfunknetz eine bedeutende Rolle. Mehr lesen Sie im Heft.

 

Inhaltsverzeichnis

  • Betriebsreportage: Körnermais mit BioStripTill - Direktsaat in Sachsen-Anhalt
  • Pflanzenschutz: Nützlinge: Auch Rapsschädlinge haben viele Feinde
  • Pflanzenschutz: Ungräser früh und effektiv bekämpfen - Unkrautbekämpfung in Getreide im Frühjahr bei pfluglosem Anbau
  • Züchtung: Wieviel Ertrag kosten Spätsaaten? - Spätsaaten bei Winterweizen auf den Löß-Anbaugebieten Ostdeutschlands
  • Melioration: Dränagen sichern den Wert des Bodens - Melioration im Spannungsfeld zwischen Landwirtschaft, Umweltschutz, Digitalisierung und Politik
  • Kurz notiert: Neues aus Industrie und Wissenschaft
  • Impressum
  • Veranstaltungen

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