März 2019

LOP Magazin Ausgabe März 2019
10,25 
Artikelnr.: LOP_2019_03
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Betriebsreportage:

Pflugloser Ackerbau auf Sandböden: Kartoffeln brauchen keinen Pflug

Auf den 1.700 ha Ackerflächen des Hofes Grünhagen im brandenburgischen Ostprignitz-Ruppin dominiert die Bodenart Sand. Betriebsleiter Grünhagen setzt seit nunmehr 20 Jahren auf die pfluglose Bodenbearbeitung. Neben den wassersparenden Effekten soll damit auch der Humus erhalten bleiben.
In der breiten Fruchtfolge finden sich neben 140 ha Kartoffeln auch 40 ha Topinambur, für die sich mittlerweile Händler gefunden haben und dem Betrieb somit Geld einbringen. Wie Betriebsleiter Grünhagen und sein Pflanzenbauleiter Ganzlin darüberhinaus dem Wassermangel begegnen und ihre Flächen mit Zwischenfrüchten möglichst dauerhaft bedecken, erfahren Sie in unserer Betriebsreportage.

 


Pflanzenschutz im Wintergetreide:

Fungizide zum frühen Einsatz: Unbedingt auf Mehltau achten

Als früher Fungizideinsatz im Wintergetreide gilt der Bereich vom Ende der Bestockung bis zum Erscheinen der Fahnenblätter, wobei der Schwerpunkt im Zeitraum BBCH 31 bis BBCH 39 liegt. In der beginnenden Saison fällt in vielen Gebieten ein starker Befall mit Mehltau auf, der bei empfindlichen Weizensorten bereits im Spätherbst zu Blattverlusten geführt hat. Dr. Bernd Hofmann von der HofmannAgrar in Mesendorf erläutert die Befallssituation in Winterweizen, -gerste, -roggen und -triticale und zeigt auf, welche Mittel in Frage kommen.

 


Herbizideinsatz im Getreide: Resistenzprobleme überwinden

Wegen der zunehmenden Herbizidresistenzen müssen acker- und pflanzenbauliche Strategien in Zukunft verstärkt auf ihre unkrautunterdrückende Wirkung hin ausgerichtet werden. So lässt sich die Last auf die Herbizide verringern und deren Einsatzfähigkeit möglichst langfristig erhalten. Prof. Jan Petersen von der Technischen Hochschule Bingen erläutert aktuelle Herbizistrategien gegen Ackerfuchsschwanz, Windhalm, Trespe und Flughafer und wie der Stand bei den Resistenzen ist.

 


Unkrautbekämpfung in Winterweizen und Mais: Prognosemodell IPMwise hilft bei Bonitur

Während sich beim Fungizideinsatz computergestützte Prognosemodelle bereits seit langem bewährt haben, werden derartige Entscheidungshilfen für Herbizide erst erprobt. In der Praxis ist das genaue Bonitieren der Verunkrautung einer Fläche häufig eine Herausforderung, die aus organisatorischen Gründen nicht im Fokus steht. Die Internet-gestützte Entscheidungshilfe IPMwise soll dabei helfen, auf Basis der aktuellen Verunkrautung, eine Auswahl geeigneter Herbizide und -kombinationen zur integrierten Unkrautbekämpfung in Winterweizen und Mais zu treffen. Erste Erfahrungen aus der praxisnahen Anwendung lesen Sie von Heidrun Bückmann und Arnd Verschwele vom Julius Kühn-Institut (JKI) in Braunschweig.

 


Rapsschädlinge: Bekämpfungsschwellen beachten, Resistenzen vorzubeugen

Beim Auftreten von Rapsglanzkäfern sollte nicht vorschnell gespritzt werden: Aktuelle Bekämpfungsschwellen (BKS) lassen wesentlich höhere Besatzzahlen zu. Viele Schwellenwerte beziehen sich auf Gelbschalenfänge. Bei der Ermittlung dieser können jedoch Fehler gemacht werden, die das Ergebnis verfälschen und dann zu falschen Entscheidungen führen.
Nikolaus Schackmann vom DLR Eifel in Bitburg erläutert, welche Bekämpfungsschwellen es gibt, wie diese ermittelt werden und wie eine dem integrierten Pflanzenschutz konforme Bekämpfung der Schädlinge aussehen kann.

 


Düngungsalternativen zu Mais: Erträge gezielt absichern

Eine möglichst effiziente Düngung ist für den Landwirt sowohl aus ökonomischen als auch aus ökologischen Gründen das Ziel. Die Faktoren Verteilgenauigkeit und Applikationszeitpunkt spielen hierbei eine grundlegende Rolle für die Nährstoffverfügbarkeit. Bei Mais stellt sich zusätzlich die Frage nach der Notwendigkeit einer Unterfußdüngung (UFD), um die Erträge und Qualitäten auch bei ungünstiger Frühjahrswitterung abzusichern.
Karl Gerd Harms von der LWK Niedersachsen rechnet anhand von unterschiedlichen Versuchen die Alternativen durch.

 


Kartoffelanbau mit konservierender Bodenbearbeitung und Zwischenfruchtanbau

Konservierende Bodenbearbeitung in Kartoffeln ist aufgrund der Ansprüche dieser Feldfrucht an die Kulturtechnik eine besondere Herausforderung. Die Situation ist jährlich sehr unterschiedlich zu bewerten, Pauschallösungen gibt es in diesem Zusammenhang nicht. Vor Kartoffeln bieten sich Zwischenfrüchte durch den langen vegetationslosen Zeitraum förmlich an.
DI Harald Summerer, Landwirt und Versuchsstellenleiter der Landwirtschaftlichen Fachschule Hollabrunn, Niederösterreich, legt Praxisergebnisse vor.

Inhaltsverzeichnis

  • Betriebsreportage: Auf leichten Böden pfluglos Kartoffeln anbauen. Besuch auf dem Hof Grünhagen im brandenburgischen Ostprignitz-Ruppin.
  • Fungizideinsatz im Wintergetreide: Der frühe Fungizideinsatz liegt im Wintergetreide zwischen BBCH 31
    bis BBCH 39. Welche Mittel kommen für die Kulturen noch in Frage?
  • Herbizideinsatz im Getreide: Herbizidresistenzen bei Ungräsern vorbeugen: Ein Überblick zum Stand der Resistenzentwicklung bei Ungräsern wie Ackerfuchsschwanz, Windhalm und Weidelgräsern.
  • Pflanzenschutz im Winterraps: Winterraps kann von verschiedenen Schadinsekten befallen werden. Im Sinne des Integrierten Pflanzenschutzes müssen Bekämpfungsschwellen eingehalten werden.
  • Halmstabilisatoren im Getreide: Gerade bei pflugloser Bewirtschaftung gilt: "Lager verboten!" Halmstabilisatoren sichern Ertrag und Qualität des Getreides ab.
  • Düngungsalternativen zu Mais: Bei Mais stellt sich die Frage nach der Notwendigkeit einer Unterfußdüngung (UFD), um die Erträge und Qualitäten auch bei ungünstiger Frühjahrswitterung abzusichern.
  • Bodenerosion im Kartoffelanbau vorbeugen: Vorgestellt werden Erfahrungen zum pfluglosen Kartoffelanbau in Österreich, wobei der Schutz vor Bodenerosion im Fokus steht.
  • Kurz notiert: Neues aus industrie und Wissenschaft
  • Impressum
  • Veranstaltungen

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