LUMBRICO Ausgabe #23

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Artikelnr.: LUMBRICO_2026_1
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  • Betriebsreportage Harzvorland
    Erfahrungen mit der Dammkultur
    Multifunktionelle Technik für den Acker


  • Pflugloser Umbruch von Kleegras
    Herausforderung im Ackerbau

  • Transfermulch im Kartoffelanbau
    Vorbeugend wirksam gegen den Kartoffelkäfer

  • Mykorrhiza als verbindendes Netzwerk
    Symbiosen verstehen und nutzen

  • Die Standzeit macht´s
    Regenwürmer und Blühstreifen: Innovative Integrationsansätze zur Förderung der Biodiversität

  • Beikräuter von KI zupfen lassen
    Potenziale des Robotereinsatzes im Ackerbau

  • Wurzeln und Wurm unterm Ackerbaum
    Bodenleben im Agroforst


Inhaltsverzeichnis

  • Betriebsreportage Harzvorland
    Erfahrungen mit der Dammkultur
    Multifunktionelle Technik für den Acker
    Landwirtschaft und Ackerbau unterliegen einem ständigen Wandel, obwohl die Abläufe auf dem Acker doch jedes Jahr die gleichen sind: Saatbett vorbereiten, säen, pflegen, düngen, ernten. Und doch bestimmen gesellschaftliche, politische und nicht zuletzt technische Entwicklungen, wie der Landwirt – der es ja eigentlich am besten wissen müsste – zu arbeiten hat. Da ist es erfrischend, dass Betriebsleiter auch Lösungen fernab von Trends und allgemeinem Marktgeschrei finden. Eine derartige Herangehensweise an das Wirken als Landwirt findet man auf dem Biohof Schieren Eichen am Flecken Lutter am Barenberge im Nordharz.

  • Pflugloser Umbruch von Kleegras
    Herausforderung im Ackerbau
    Im ökologischen Landbau wächst das Interesse an der pfluglosen Bodenbearbeitung. Eine der größten Herausforderungen ist hierbei der pfluglose Riss des Kleegrases. Die Auswirkungen hiervon werden von der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in intensiver Zusammenarbeit mit sechs Praktikern untersucht. Das pfluglose Abtöten des Kleegrases funktionierte mit einer Ausnahme gut. Allerdings zeigte der Umbruch mit dem Pflug auf der Hälfte der Standorte Ertragsvorteile und eine bessere Backqualität.

  • Transfermulch im Kartoffelanbau
    Vorbeugend wirksam gegen den Kartoffelkäfer
    Im ökologischen Kartoffelanbau reichen präventive Maßnahmen gegen den Kartoffelkäfer, wie eine weite Fruchtfolge und Abstand zu den Vorjahresflächen, oft nicht aus. So müssen zugelassene Pestizide basierend auf Neem und Bacillus thuringiensis eingesetzt werden. Die Anwendung von Transfermulch stellt eine neue präventive Maßnahme zur Reduktion des Kartoffelkäfers dar. Warum eine Mulchauflage gegen Kartoffelkäfer so gut wirkt, wurde bisher nur gemutmaßt – neue Studien an der Universität Kassel bringen Licht ins Dunkel.

  • Mykorrhiza als verbindendes Netzwerk
    Symbiosen verstehen und nutzen
    Mykorrhiza bezeichnet die Symbiose von Pflanzen und Mykorrhizapilzen. Im Ackerbau handelt es sich dabei fast ausschließlich um arbuskuläre Mykorrhizapilze (AM-Pilze). Arbuskeln sind hierbei pilzliche Hyphengebilde mit einer bäumchenartigen Form, die in den Zellen der Feinwurzeln den Ort des Stoffaustausches zwischen Pilz und Pflanze darstellen. Der Stoffaustausch umfasst vor allen die P-, Zn- und Cu-Zufuhr zusammen mit dem Wassertransfer durch den Pilz und die Assimilatbereitstellung durch die Wirtspflanze. Dieser Stoffaustausch zwischen Mykorrhizapilzen und Pflanzen besteht erfolgreich seit vielen Millionen Jahren und ist auch bei den meisten Kulturpflanzen bis in die Gegenwart fest etabliert. Die Mykorrhizapilze bilden hierbei ein weit verzweigtes Hyphennetz, das den Boden weit über die Reichweite der Wurzeln hinaus erschließt.

  • Die Standzeit macht´s
    Regenwürmer und Blühstreifen: Innovative Integrationsansätze zur Förderung der Biodiversität
    Blühstreifen gehören zu den prominentesten Diversifizierungsmaßnahmen auf landwirtschaftlichen Flächen in Deutschland. Insbesondere Nützlinge wie Bienen und Schlupfwespen, die auf Nektar und Pollen angewiesen sind, können durch die Streifen bekanntermaßen gefördert werden. Wie sich Blühstreifen auf unterirdische Gemeinschaften auswirken, ist bislang jedoch noch kaum erforscht. Auf Regenwürmer konnten nun in ersten Studien positive Effekte durch mehrjährige Blühstreifen nachgewiesen werden.
    In einem Vergleich auf 46 Praxisflächen befanden sich dabei im Durchschnitt dreimal mehr Regenwürmer in den Blühstreifen als in den angrenzenden Äckern mit Winterungen.
    In einem Vergleich zwischen unterschiedlichen Blühstreifenmischungen konnte außerdem gezeigt werden, dass mehrjährige Blühstreifen Regenwürmer stärker fördern als einjährige Streifen. Folglich spielt die Standzeit der Blühstreifen eine große Rolle. Innovative Ansätze, bei denen Blühstreifen beispielsweise in Fahrgassen ausgesät werden, könnten helfen, die positiven Auswirkungen der Streifen innerhalb der Ackerfläche zu erhöhen.

  • Beikräuter von KI zupfen lassen
    Potenziale des Robotereinsatzes im Ackerbau
    Die Landwirtschaft befindet sich im Wandel. Zahlreiche Herausforderungen wie der Klimawandel oder veränderte Markt- und Rahmenbedingungen erfordern eine Anpassung der Produktionssysteme. Fortschritte bei technischen Entwicklungen unterstützen diesen Prozess. Noch vor einigen Jahren hatte die Vorstellung von autonomen Maschinen auf den Feldern etwas Visionäres, und eine Praxisanwendung schien in noch weiter Ferne zu liegen. Heute sind autonome Roboter in Feldkulturen schon fast so alltäglich wie Rasenmähroboter in Hausgärten.Die Landwirtschaft befindet sich im Wandel. Zahlreiche Herausforderungen wie der Klimawandel oder veränderte Markt- und Rahmenbedingungen erfordern eine Anpassung der Produktionssysteme. Fortschritte bei technischen Entwicklungen unterstützen diesen Prozess. Noch vor einigen Jahren hatte die Vorstellung von autonomen Maschinen auf den Feldern etwas Visionäres, und eine Praxisanwendung schien in noch weiter Ferne zu liegen. Heute sind autonome Roboter in Feldkulturen schon fast so alltäglich wie Rasenmähroboter in Hausgärten.

  • Wurzeln und Wurm unterm Ackerbaum
    Bodenleben im Agroforst
    Ein bislang spärlich untersuchter Bereich in Agroforstsystemen ist der Wurzelraum – dabei lohnt es sich, dem unterirdischen Bereich besondere Aufmerksamkeit zu schenken. Anhand der Wurzeln lässt sich erkennen, ob Wasser und Nährstoffe wirklich komplementär genutzt werden und in welchem Maße es zu Konkurrenz zwischen Gehölzen und Ackerkulturen kommt. Außerdem wird untersucht, inwieweit Agroforstsysteme durch die Speicherung von Kohlenstoff innerhalb der Wurzeln einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können. Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, wurden in einem Agroforstversuch der Universität Kassel umfassende Wurzeluntersuchungen durchgeführt. Erste Ergebnisse werden im folgenden Beitrag vorgestellt.

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