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Foto: Werkbild

Fließhilfen für Sojasaatgut

Die bei Soja empfohlene hohe Saatstärke und Korngröße bringt viele Einzelkorn-Sämaschinen an ihre Leistungsgrenze. Vielfach muss sehr langsam gefahren werden, um ein akzeptables Saatbild zu erzielen. In Nord- und Südamerika ist daher der Einsatz von Talkum und/oder Grafit als Fließhilfe zur Aussaat von Sojabohnen mit Einzelkornsätechnik weit verbreitet. Während es sich bei Talkum um ein weißes, ungiftiges Magnesiumsilikat handelt, besteht Grafit aus elementarem Kohlenstoff. Talkum bindet die Feuchtigkeit, so dass es sich vor allem bei frisch mit Impfstoffen behandeltem Soja anbietet, welches besonders bei feuchtwarmer Witterung oft etwas klebrig wird. Grafit schmiert dagegen neben dem Saatgut auch die beweglichen Teile der Vereinzelung – ein Vorteil, der vor allem bei mechanischer Vereinzelung zum Tragen kommt. Das Bild zeigt Sojabohnen, die mit Grafit behandelt wurden. In Brasilien, Australien, Kanada und den USA werden spezielle Fließmittel angeboten, die aus geeigneten Talkum- und Grafitqualitäten oder auch Mischungen daraus bestehen, teilweise auch unter Zusatz von Impfmitteln. Einige Hersteller von Lochscheibentechnik empfehlen die Zugabe von Fließmitteln in einer Menge von etwa einem Teelöffel pro Saatbehälter. Vom Sojaförderring wurden deshalb in der Saison 2016 auf drei Biobetrieben Versuche zum Einsatz derartiger Fließmittel bei der Aussaat von Soja durchgeführt. Die einjährigen Tests zeigten bisher jedoch noch keine nennenswerten Vorteile von Fließhilfen. Wahrscheinlich liegt es vor allem an der Technik, denn der Test erfolgte mit pneumatischen Saugluftmaschinen, während in den anderen Anbauländern oft noch mit mechanischen Lochscheiben vereinzelt wird. Ausführliche Informationen dazu unter: www.sojafoerderring.de

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