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Drusch von Öllein
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Anbau und Ernte von Öllein

Der Öllein ist eine der ältesten Kulturpflanzen, er stammt aus Vorderasien und dem Mittelmeerraum. In den letzten Jahren hat der Anbau von Öllein durch Beihilfen und die Nachfrage aus der Industrie zugenommen. Die Schwankungen in der Anbaufläche spiegeln jedoch die Unsicherheiten bei den Ertrags- und Erlöserwartungen wieder.

Öllein kann mit konventionellen Mähdreschern geerntet werden. Auch die Nutzung der Trocknungs- und Aufbereitungsmöglichkeiten ist problemlos möglich. Die Erträge liegen in der Praxis bei 10 bis 30 dt/ha, 15 dt/ha sind realistisch, 35 dt/ha möglich. Für die Verwendung im Nahrungsmittelbereich werden hohe Reinheitsgrade von über 99 % gefordert. Darüber hinaus darf der Cadmiumwert nicht über 0,3 mg / kg liegen, was vielen Landwirten Probleme bereitet.

Öllein in der Fruchtfolge

Öllein wird meist nach Zuckerrüben, Kartoffeln und Getreide angebaut. Die Hackfrüchte unterdrücken als Vorfrucht die Unkräuter. Öllein ist insbesondere aufgrund von Wurzelausscheidungen, bodenbürtigen Pilzen und Bakterien selbstunverträglich. Deshalb sollte eine Anbaupause von sechs Jahren und mehr eingehalten werden. Die „Leinmüdigkeit“ bei zu enger Fruchtfolge führt zu einer Ertragsminderung.

Frühe Aussaat bringt höheren Ertrag

Lein ist eine Langtagspflanze, eine frühe Aussaat bringt einen höheren Ertrag, eine späte Aussaat führt zu Ertragseinbußen. Der Öllein stellt an den Boden keine großen Ansprüche. Die Pfahlwurzel erschließt das Wasser auch aus tieferen Bodenschichten.

Die geringe Bodenbeschattung und die langsame Jugendentwicklung der Pflanze fördern aber das Unkrautwachstum. Der Unkrautwuchs muß jedoch gering gehalten werden, um den Ertrag zu steigern, die Besatzfeuchte zur Erntezeit gering zu halten und die Ernte zu erleichtern.

Ölleinstroh zäh und elastisch

Das Ölleinstroh ist sehr zäh und elastisch. Es bleibt gern an vorstehenden Teilen im Materialfluß des Mähdreschers hängen bzw.scharfer Schnitt und ein gut geführtes Messer sind die Grundvoraussetzungen für störungsfreies Arbeiten. So ist vor dem Drusch des Ölleins die Erneuerung des Messers bzw. das Einlegen eines Feinschnittmessers zu empfehlen.

Auch Abstreifbleche über der Einzugsschnecke wirken sich günstig aus. Außenlager werden mit Wickelschutzkappen versehen. Die Zinkenrohre der Haspel sind mit Wicklerschutzrohren abzudecken. Die Dreschtrommel sollte mit Trommelabdeckblechen versehen werden, das fördert den Gutfluß.

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