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Bayer: Aufsichtsrat ändert Strategie bei Glyposat-Klagen

Der Aufsichtsrat der Bayer AG hat am Mittwoch bei einer ganztägigen Sitzung die derzeitige Situation des Unternehmens erörtert. So diskutierte der Aufsichtsrat nach Unternehmensangaben das weitere strategische Vorgehen bei den anstehenden Gerichtsverfahren und beschloss konkrete Maßnahmen zum Umgang mit den aktuellen rechtlichen Prozess- und Mediationsaktivitäten.

  • Zu diesem Zweck werde ein neu gegründeter Aufsichtsratsausschuss diese Themen intensiv begleiten, den Vorstand dazu beraten und Vorschläge zur Prozessstrategie machen. Er wird aus acht Aufsichtsratsmitgliedern bestehen und paritätisch besetzt sein. Mehrere Mitglieder des Ausschusses haben laut Bayer umfassende Erfahrung mit komplexen Gerichtsverfahren.

  • Zudem wurde der US-Anwalt John H. Beisner beauftragt, den Aufsichtsrat zum Rechtskomplex Glyphosat kontinuierlich zu beraten – auch zu Fragen der Prozesstaktik und zur Mediation. Beisner wird an den Sitzungen des neuen Ausschusses teilnehmen. Zudem wird er im Rahmen seiner Beratungstätigkeit regelmäßig an den Aufsichtsrat berichten. Beisner ist ein ausgewiesener Experte für Produkthaftungsklagen. Beisner hatte wichtige Führungsrollen bei einigen viel beachteten Produkthaftungsfällen im Auftrag großer multinationaler Unternehmen – sowohl in Form der erfolgreichen Verteidigung vor Gericht als auch im Zuge von Vergleichen.

"Wir sind überzeugt, dass John H. Beisner mit seiner Expertise sehr wertvolle und konkrete Impulse sowohl hinsichtlich der fortdauernden Gerichtsverfahren als auch der Mediation geben wird", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Wenning.

Glyphosat-Klagen: Mediator wird benannt

Im Zusammenhang mit dem Rechtskomplex Glyphosat beschäftigte sich der Aufsichtsrat auch mit der gerichtlich angeordneten Mediation. Neben dem Vorstand begrüßt auch der Aufsichtsrat die Benennung von Ken Feinberg als Mediator: "Ken Feinberg hat eine exzellente Reputation und nachgewiesene Erfolge als Mediator in einigen der komplexesten Vergleiche der vergangenen Jahre. Die Zusammenarbeit mit ihm wird eine professionelle und durchdachte Herangehensweise im Hinblick auf die anstehenden Gespräche sicherstellen", so Wenning. 

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