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Foto: Cyril Hertz

Eisenkomplexe locken Schädlinge an

Der Maiswurzelbohrer verursacht im Maisanbau jährliche Kosten von über 2 Milliarden US-Dollar. Der Schädling stammt ursprünglich aus Amerika, wird aber zunehmend auch in Europa beobachtet. Forschende der Universität Bern und des Max-Planck-Instituts für Chemische Ökologie Bern liefern jetzt eine neue Erklärung für den Erfolg dieses Schädlings. Die Wurzeln von jungen Maispflanzen scheiden Benzoxazinoide aus, welche mit Eisen aus dem Boden Komplexe bilden, wodurch sich die Eisenverfügbarkeit erhöht. Benzoxazinoide haben außerdem vielfältige Funktionen in der Abwehr von Fraßfeinden und zur Verbesserung der Nährstoffaufnahme. Genau diese Komplexe nutzen nun aber auch die Larven des Maiswurzelbohrers: Sie folgen diesen Stoffen zu den Kronwurzeln der Maispflanzen und ernähren sich anschliessend von den nährstoffreichen Maiswurzeln. Diese neuen Erkenntnisse könnten dazu beitragen, wirksame Bekämpfungsansätzen gegen den Maiswurzelbohrer zu entwickeln. Gedacht wird dabei z. B. an Eisenkomplexe als Lockstoffe, um den Wurzelbohrer von den Maispflanzen abzubringen.

www.idw-online.de/de/news700655

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