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Pflanzenkohle als Langzeitdünger?

Als Pflanzenkohle (englisch biochar) bezeichnet man verkohlte Biomasse wie z. B. Holzkohle. In Böden eingebracht, kann sie Kohlenstoff dauerhaft speichern sowie Wasser und Nährstoffe binden. Frische Pflanzenkohle bringt in dieser Hinsicht jedoch nur geringe Effekte, Ertragssteigerungen ergaben sich vor allem beim Einsatz kompostierter Pflanzenkohle. Der Geoökologe Dr. Nikolas Hagemann hat den Mechanismus der Nitratspeicherung bei der Kompostierung an der Universität Tübingen unter der Leitung von Professor Andreas Kappler untersucht. Es zeigte sich, dass die Pflanzenkohle erst durch die Kompostierung z. B. mit Stallmist oder Gülle mit einem Biofilm überzogen wird, welcher die Düngeeigenschaften entscheidend beeinflusst. Diese Beschichtung verbessert die Eigenschaften der Pflanzenkohle sowohl im Hinblick auf die Speicherung von Nährstoffen wie auch beim Aufbau von organischer Bodensubstanz.  www.idw-online.de/de/news683071

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