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Foto: Fa. Horsch

Trauer um Walter Horsch

Man kann nie genug geben, es kommt immer mehrfach im Leben zurück.“

Nach diesem Motto hat Walter Horsch sein Leben gelebt. Der Vater von Traugott Horsch und Onkel von Firmengründer Michael Horsch begann als Landwirt, entdeckte jedoch schnell seine unternehmerischen Fähigkeiten und gründete und leitete im Kreise der Großfamilie einige Unternehmen. Mitte der achtziger Jahre war er der wichtigste Mitgründer der HORSCH Maschinen GmbH und vor allem verantwortlich für den kaufmännischen Bereich. Durch sein ehrenamtliches Engagement bei der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft und anderen Ehrenämtern öffnete er dem jungen Unternehmen viele Türen. Aus seiner christlichen Überzeugung heraus hat er die Firma als unternehmerischer Visionär mit seinen klaren Werten geprägt und ein wertvolles, tragfähiges Fundament gelegt. Ehrlichkeit, Geradlinigkeit, Vertrauen schenkend, Frohmütigkeit, Vergebenskultur, Empathie, extremer Gerechtigkeitssinn und Demut sind die wesentlichen seiner prägenden Eigenschaften. Mit 70 Jahren zog er sich aus der aktiven Geschäftsführung zurück, blieb bis zum Schluss immer eng mit dem Unternehmen verbunden und aktiv als Gesellschafter tätig.

1952 fing jedoch alles klein an - mit der ersten Hofpacht in Burgstall bei Straubing mit 50 ha. Am 21.02.1953 heiratete er seine Frau Gudrun. Das Paar hätte 2018 die Eiserne Hochzeit, also das 65-jährige Ehejubiläum, gefeiert. 1958 folgte dann die zweite Hofpacht: Gut Attenberg bei Schönau//Eggenfelden mit 140 ha. Durch weitere Zupachtungen wuchs die Fläche auf 270 ha an. Damit verbunden war auch der Umzug von Burgstall nach Gut Attenberg. 1961 begann er dort mit einer professionellen Hühnerhaltung (Junghennenaufzucht und Eierproduktion). 1964 beteiligte er sich an der BerLand GmbH zur Eigenvermarktung. 1965 gründete Walter Horsch mit der Horsch GbR die erste Familiengesellschaft zusammen mit Helmut Horsch, Dankwart Horsch und Volker Horsch, um einen 300 ha Betrieb im österreichischen Burgenland zu erwerben. 1966 gründete er mit Helmut Horsch und Erwin Schmutz mit der Vollnbacher Frisch Ei GmbH & Co KG die zweite Familiengesellschaft und nochmal ein Jahr später 1967 die dritte mit der Horsch OHG Landau (später Horsch GmbH & Co Handels KG Ettling). Sie beinhaltete ein Kraftfutterwerk, ein Lagerhaus und einen Landhandel. 1969 wurde schließlich die vierte Familiengesellschaft gegründet – die Landwirtschaftliche FrischEi GmbH Erzeugergemeinschaft KG Landau. Zu ihr gehörten drei Hühnerfarmen in Tabertshausen, Niederharthausen und Ettling mit je 200 000 Legehennenplätzen. Insgesamt waren hier 13 Gesellschafter beteiligt. Der Erfolg führte zur Gründung der GoldEi Vertriebs GmbH in Frankfurt mit Walter Horsch als stellvertretendem Beiratsvorsitz. Damit verbunden war die Eigenvermarktung der Produkte auf Bundesebene.  Walter Horsch war in allen Familiengesellschaften geschäftsführender Gesellschafter und prägte diese mit seinen Werten. 

1971 zog es ihn in die USA und er gründete zusammen mit Philipp, Franz und Joseph Zimmerer sowie Dankwart und Helmut Horsch die Daylay GmbH in Ohio. Dort wurde eine hochmoderne Farm mit 1 Mio. Hennenplätzen gebaut. 1972 wurde Walter Horsch dann Mitglied der bayerischen Warenbörse in München. 1977 hatte die fünfte Familiengesellschaft (Eigentümergemeinschaft Horsch GbR) das Goldene Kreuz in Regensburg gekauft und die Geschäftsräume, das Café und die Wohnungen saniert. Von 1981 bis 1993 war Walter Horsch Rechnungsprüfer der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft DLG und von 1983 bis 1999 Vertreter des Arbeitgeberverbandes Land- und Forstwirtschaft.

1984 schließlich gründete er zusammen mit Michael Horsch die sechste Familiengesellschaft, die HORSCH Maschinen GmbH. Von 1996 bis 2005 war er außerdem ehrenamtlicher Richter am Landgericht Landshut.

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