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Foto: Steinert

Versuch zum pfluglosem Rapsanbau

Am 26.08.2016 wurde von der Firma Industriehof Scherenbostel im Rahmen eines Feldtages ein Versuch zur pfluglosen Bestellung von Winterraps angelegt. Der Standort befand sich in unmittelbarer Nähe zum Firmensitz in Wedemark (Region Hannover) auf einem leichten Boden. Die pfluglos bearbeiteten Parzellen wurden bis zum Feldtag nicht bearbeitet, das Stroh der Vorfrucht Winterweizen verblieb auf der Fläche. Als Vergleichsparzelle diente eine benachbarte Fläche, die nach dem Stoppelsturz auf 25 cm Tiefe gepflügt worden ist. Hier wurde ein Ertrag von 37 dt / ha erreicht, allerdings erfolgte die Aussaat hier erst 13 Tage nach dem Feldtag.Die sieben Parzellen (Tabelle) haben Erträge von 38,3 bis 40,4 dt / ha erbracht, was Ertragsunterschieden von gerade einmal 5 % entspricht. Der Durchschnittsertrag von ca. 40 dt / ha kann sich auf diesem Standort sehen lassen. Bei einer Feldberatung am 21.10.2016 zeigte sich die Tendenz, dass die Parzellen mit minimalen Bodeneingriff schwächere und schlechter entwickelte Pflanzen zeigten, verglichen mit den Flächen, die mit dem Grubber tiefer gelockert wurden. Vor diesem Hintergrund war es bemerkenswert, dass auch auf den extensiv bearbeiteten Flächen (Kurzscheibenegge flach) im Folgejahr das gleiche Ertragsniveau erreicht wurde wie auf den intensiver bearbeiteten Parzellen. Eine intensive Bodenbearbeitung mit der Kreiselegge hatte im Vergleich mit passiv arbeitenden Geräten (gezogene Säkombination mit Kurzscheibenegge) nicht zu Ertragsvorteilen geführt. Als Resümee ergibt sich: Selbst ohne tief-mischende Bearbeitung war der Boden auf der Versuchsfläche für den Raps bei diesem Ertragsniveau ausreichend gut zu durchwurzeln.

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