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Foto: Werkbild

Zusatzerlöse durch Zertifikatehandel

Das bei der Verbrennung von fossilen Brennstoffen freiwerdende CO2 trägt erheblich zur Klima­erwärmung bei. Nun sind im Boden erhebliche Mengen an Kohlenstoff in Form von Humus gespeichert, der entscheidend für die Fruchtbarkeit der Böden ist. So kann 1 % Humus mehr im Boden zusätzlich rund 400 m³ Wasser pro Hektar binden. Die Pflanzen entziehen der Atmosphäre Kohlendioxid, das später als Kohlenstoff im Humus festgelegt wird. Hier setzt der CO2-Zertifikate­handel an: Unternehmen zahlen (bisher auf freiwilliger Basis) für ihren CO2-Ausstoß Gelder als Kompensation und können dann damit werben, dass eine CO2-neutrale Produktion erfolgt. Mit diesen Mitteln werden Kompensationsmaßnahmen wie z. B. Aufforstungen oder der Humusaufbau auf landwirtschaftlichen Nutzflächen finanziert. Die CarboCert GmbH aus Bodnegg ermöglicht Landwirten, vom CO2-Zertifikatehandel durch Humusaufbau zu profitieren. Dazu zieht ein akkreditiertes Probeentnahme-Unternehmen auf den Flächen des Landwirtes mittels RTK-GPS referenzierte Bodenproben (25 pro Schlag). Diese werden anschließend auf Humusgehalt, C/N-Verhältnis und Gesamtstickstoff untersucht. Optional können bei der Bodenuntersuchung noch weitere Parameter erfasst werden, wie Nährstoffgehalte, Basensättigung und KAK. Zwei bis fünf Jahre später erfolgt eine Folgeuntersuchung, um den Erfolg des Humusaufbaus zu dokumentieren. Weitere fünf Jahre danach wird eine abschließende Kontrolluntersuchung durchgeführt. Beim Aufbau von 1 % Humus/ha kann ein Umsatz von ca. 1.200 €/ha realisiert werden, pro Tonne festgelegtes CO2 werden etwa 30.- Euro ausgezahlt. Bei konsequenter Umsetzung der „Regenerativen Landwirtschaft“ sollen Steigerungen von 0,1–0,2 % Humus/Jahr realistisch sein. Durch das Erfolgs-Monitoring und die akkreditierte Analyse der Bodenproben erhält der Landwirt überdies einen Nachweis, wie erfolgreich er das System der Regenerativen Landwirtschaft umgesetzt hat. Weitere Informationen: www.carbocert.de

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