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Luftbild Versuchsstandort Wehen
Foto: Andreas Reichel

Zwischenfrüchte mindern Grundwasserbelastung

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen führt seit 2012 am Standort in Wehnen (Bad Zwischenahn) einen randomisierten Feldversuch zum Zwischenfruchtanbau durch, finanziert aus den Wasserentnahmegebühren des Landes Niedersachsen.

In einer Anbaufolge Winterroggen – Zwischenfrucht – Silomais wird neben der Stickstoff (N)-Aufnahme der Zwischenfrucht auch die N-Nachlieferung durch die Zwischenfrucht an die nachfolgende Hauptfrucht Silomais ermittelt. Dabei werden drei unterschiedliche Zwischenfruchtvarianten mit einer Variante ohne Zwischenfrucht verglichen.

Die Zwischenfruchtvarianten am Standort in Wehnen unterscheiden sich hinsichtlich der N-Düngung und der Art der Zwischenfrucht. Neben der Vergleichsvariante ohne Zwischenfrucht werden eine nicht winterharte ungedüngte Senf-Ölrettich- Mischung, eine nicht winterharte mit 60 kg Gesamt-N aus Mastschweinegülle gedüngte Senf-Ölrettich-Mischung und eine winterharte ungedüngte Markstammkohl- Raps-Rübsen-Mischung getestet. Nach den ersten Versuchsjahren wurden die Varianten an die aktuellen Greening-Auflagen angepasst. Anstatt einer mit 60 kg N / ha mineralisch gedüngten nicht winterharten Zwischenfrucht (Senf / Ölrettich) wird nun eine winterharte ungedüngte Zwischenfrucht getestet.

Versuch mit Zwischenfrüchten: Ergebnisse bezüglich Wasserschutz

Aufbau Sickerwasseranlage Standort Wehen
LWK Niedersachsen

Die ersten Versuchsjahre zeigen, dass eine Zwischenfrucht, unabhängig davon ob diese gedüngt oder nicht gedüngt wird, die Reststickstoffgehalte im Boden im Herbst absenkt. Im Mittel der Jahre 2012 bis 2017 konnte der Nmin-Wert von rund 30 kg Nmin / ha auf 12 bzw. 14 kg Nmin / ha und damit etwa um die Hälfte reduziert werden.

Aus Untersuchungen der ersten Versuchsjahre geht ebenfalls hervor, dass der Aussaattermin und die Witterung einen ebenso hohen Einfluss auf den Nitrataustrag haben wie eine N-Düngung. So konnten zum Beispiel bei Senf-Ölrettich durch eine Aussaat Anfang bis Mitte August die positiven Effekte der Zwischenfrucht sehr viel besser ausgenutzt werden als an einem späten Aussaattermin Anfang September. Aus Sicht des Wasserschutzes schnitt in dem Versucheine früh ausgesäte und ungedüngte Zwischenfrucht am besten ab.

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