Reportagen

Neben der sinnbildlichen wendenden Bodenbearbeitung mit dem Pflug besteht in anderes System: die „klassische“ Mulch- und Direktsaat, bei der konsequent auf jegliche Bodenbearbeitung verzichtet wird. Die konservierende Bodenbearbeitung gruppiert sich zwischen diesen beiden Extremen ein. In Deutschland gibt es bisher erst wenige Direktsaatpioniere, aber auch kaum noch einen Landwirt, der konsequent pflügt.

Fragt man nach den Motiven für die Umstellung des Betriebes, so steht die Einsparung von Kosten an erster Stelle:

Weniger Bodenbearbeitung, das bedeutet auch weniger Arbeitszeit, Kraftstoff und Maschinenverschleiß! Noch wichtiger ist aber, dass beim Verzicht auf den Pflug weniger leistungsstarke Traktoren vorgehalten werden müssen – in einer höheren Schlagkraft bei reduziertem Maschinenbesatz liegt einer der wichtigsten Vorteile.

Fast gleichwertig mit den ökonomischen Motiven ist die Bodenfruchtbarkeit: Ein aktiveres Bodenleben, eine bessere Krümelstruktur oder ein zunehmender Humusgehalt sprechen für weniger Intensität bei der Bodenbearbeitung. Regenwürmer können den Boden mit ihrer Grabetätigkeit besser lüften und krümeln als jedes Bodenbearbeitungsgerät. In diesem Zusammenhang ist auch die Vorbeugung gegenüber Bodenerosion zu sehen. Eine ständige Bodenbedeckung und ein leistungsfähiges Vertikalporensystem u.a. durch Regenwurmgänge.

Warum möchten nach wie vor viele Landwirte auf den Pflug nicht verzichten?

Wesentliche Argumente für eine intensivere Bodenbearbeitung liefern sicherlich die vorausgesetzten umfangreichen Kenntnisse, die man für einen gelungenen pfluglosen Ackerbau benötigt.

Nur mit einer angepassten Fruchtfolge, ergänzt durch den Anbau von Zwischenfrüchten und einer standortangepassten Bodenbearbeitung, können die Vorteile der konservierenden Bodenbearbeitung voll zum Tragen kommen. Direktsaat wird unter diesen Voraussetzungen erst möglich - ernsthafte Probleme, wie das Aufkommen von Ungräsern (wie Ackerfuchsschwanz und Trespe), das Durchwachsen von Ausfallraps und Ausfallgetreide und massenhafter Befall durch Schadschnecken und Schadmäuse, sind nur durch Wissensvorsprung und nicht durch angepasste Aufwandmengen von Glyphosat in den Griff zu bekommen. In diesem Heft kommen Praktiker zu Wort, die bereits seit vielen Jahren auf den Pflug verzichten und ihren Betrieb auf konservierende Bodenbearbeitung oder Mulchsaat umgestellt haben. Lassen Sie sich von den vorgestellten Landwirten inspirieren, um eine auf Ihren Betrieb zugeschnittene Strategie zu finden.

Grubbern oder Pflügen - fragt sich keiner dieser Praktiker mehr, sie haben die pfluglose Bodenbearbeitung erfolgreich umgesetzt.

Nutzen Sie die vorliegenden Erfahrungen, anstatt selber teures Lehrgeld zahlen zu müssen!

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