Die LOP im Wandel der Zeit

Die Zeitschrift LOP LANDWIRTSCHAFT OHNE PFLUG wendet sich an alle, die qualifizierte und praxisorientierte Informationen über den professionellen Acker- und Pflanzenbau suchen. Schwerpunkt sind neben aktuellen Ackerbauthemen insbesondere Verfahren der Direktsaat und der konservierenden Bodenbearbeitung. Die LOP erscheint zehnmal jährlich.

Im Jahr 2015 kann die Zeitschrift den 20. Jahrestag feiern.

 

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Die Anfänge

Im Jahr 1993 gründete Ralf Emminger den Verlag Emminger & Partner GmbH mit Sitz in Berlin. Im Folgejahr erschien die erste landwirtschaftliche Fachzeitschrift. Doch noch nicht unter dem heute bekannten/geläufigen Titel LOP – Landwirtschaft ohne Pflug. Zunächst trug die Fachzeitschrift den Titel AGRO und befasste sich mit dem gesamten landwirtschaftliche Themenspektrum.

Doch schon bald startete Herausgeber Ralf Emminger eine erste Serie zur konservierenden Bodenbearbeitung. Aus heutiger Sicht eine mutige Leistung. Denn der Zeitgeist blies den Nichtpflügern eisig ins Gesicht. Inmitten der vom Pflug überzeugten Masse der Landwirte galten sie im besten Fall als Exoten, häufig waren sie als Theoretiker und Träumer verschrien. In der AGRO fanden die pfluglosen Landwirte ein Sprachrohr und ein Medium für die Idee. Um einen Erfahrungsaustausch zwischen den Mulchsaat-Pionieren zu ermöglichen, rief Ralf Emminger den „Freundeskreis reduzierte Bodenbearbeitung“ ins Leben.

Kurze Zeit später, im Jahr 1995, verlagerte Ralf Emminger den Schwerpunkt der pfluglosen Bodenbearbeitung seiner Zeitschrift AGRO und gab ihr einen neuen, eindeutigen Namen: DIREKTSAAT.

Schnell wurde das neue Magazin, das viermal im Jahr herauskam, zum Austauschforum für Pfluglos-Landwirte. Prof. Dr. Karlheinz Köller und Dr. Christian Linke trugen zum Gelingen bei. Die beiden Wissenschaftler von der Stuttgarter Universität Hohenheim brachten ihre Expertise in die Redaktion ein, so dass die DIREKTSAAT den Landwirten sehr gute, wissenschaftlich fundierte Fachkenntnisse vermitteln konnte.

Aus dem „Freundeskreis Reduzierte Bodenbearbeitung“ heraus gründete Ralf Emminger den No-Till-Club, aus dem später die Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung e. V. (GKB) hervorging. Gegen einen Mitgliedsbeitrag standen den Mitgliedern des Clubs innovative Angebote offen: So veranstaltete Ralf Emminger Fachforen und weitete als Initiator das Beratungsangebot aus, indem er den Direktsaat-Vorkämpfer Anselm Lischka sowie die beiden Hohenheimer Wissenschaftler ins Boot holte. Ein Abonnement der DIREKTSAAT war in den Mitgliedsbeiträgen enthalten.

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Rasche Entwicklungen

1997 trat das 100. Mitglied dem No-Till-Club bei. Zu dieser Zeit wuchs der Wunsch, einen gemeinnützigen Verein zu gründen. Denn dieser war und ist bis heute eine notwendige Voraussetzung, um Fördergelder aus Brüssel zu erhalten. Zeitgleich diskutieren die Leser und die No-Till-Clubmitglieder über den Titel der Zeitschrift, denn die klassische Direktsaat hatte in Deutschland in dieser Zeit noch keine Bedeutung in der Praxis.

1998 hatte man einen neuen Namen gefunden: LANDWIRTSCHAFT OHNE PFLUG. Der neue Titel sollte zeigen, dass der gesamte Betrieb, inklusive der tätigen Menschen, für die pfluglose Wirtschaftsweise in die Betrachtung einbezogen werden muss. Zugleich erfolgte der erste große Relaunch. Das Magazin erhielt ein vollkommen neues Design. Im Herbst 1998 trat Dr. Konrad Steinert in die Redaktion ein. Bis heute leitet er diese zusammen mit Ralf Emminger.

Zur gleichen Zeit erfolgte die Umwandlung des No-Till-Clubs in einen gemeinnützigen Verein; die GKB ging damit Anfang 1999 aus dem No-Till-Club hervor. LANDWIRTSCHAFT OHNE PFLUG war seit deren Gründung bis ins Jahr 2010 offizielles Mitteilungsorgan. Auf der ersten GKB-Mitgliederversammlung kandidierte Ralf Emminger dann nicht mehr für einen Vorstandsposten. Er wollte sich auf seine Verlegertätigkeit konzentrieren und übergab die Vereinsführung an den ersten Vorstandsvorsitzenden Dr. Friedrich Tebrügge.

1999 rückt mit dem Braunschweiger Prof. Dr. Claus Sommer ein anerkannter Fachmann der konservierenden Bodenbearbeitung in den Redaktionsbeirat der LANDWIRTSCHAFT OHNE PFLUG auf. Zu dieser Zeit erschien die Zeitschrift schon sechsmal im Jahr. Über die nächsten Jahre etablierte das kleine Redaktions-Team erfolgreich die Zeitschrift als Fachmagazin für den professionellen pfluglosen Ackerbauern.

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Jüngere Geschichte

Der letzte große personelle Wandel stand 2009 an: Seither gehören Prof. Dr. Norbert Lütke-Entrup (Fachhochschule Soest) und Dr. Joachim Bischoff (Landesanstalt für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau Sachsen-Anhalt) dem LOP-Redaktionsbeirat an. Seit diesem Jahr erscheint das Fachmagazin neunmal im Jahr, ab 2010 dann zehnmal im Jahr. Die Zeitschrift erscheint seitdem monatlich, mit jeweils zwei Doppelausgaben im Januar/Februar und im Oktober/November. Bereits vier Jahre zuvor, 2005 ließ der Verleger Ralf Emminger das Layout der LOP modernisieren: Seither finden sich die prägnanten Lettern LOP zusätzlich zum alten Logo auf dem Titelblatt.

Seit Februar 2011 ist die LOP auf Beschluss der Mitgliederversammlung nicht mehr Mitteilungsorgan der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung. Die Mitglieder der GKB erhalten seither die LOP nicht mehr automatisch und müssen diese gesondert abonnieren. Es besteht jedoch weiterhin eine enge redaktionelle Zusammenarbeit mit der GKB.

Im September 2013 erfolgte der Umzug der Redaktion von Berlin-Waidmannslust in ein neues Bürogebäude nach Berlin-Tegel.

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Gegenwart und Zukunft

LOP Landwirtschaft ohne Pflug stellt an sich den Anspruch, die Pflanzenbauzeitschrift für den innovativen Unternehmerlandwirt zu sein. Das Thema konservierende Bodenbearbeitung ist zukunftsträchtig und lange nicht mehr so exotisch, wie dies Mitte der 90er Jahre der Fall war. Doch das schmälert die Pionierleistung der LOP keineswegs. Vielmehr zeigt uns das, dass wir in den letzten Jahren eine gute Arbeit gemacht haben und dass es richtig war, für die Idee der pfluglosen Bodenbearbeitung einzutreten.

Dieser Tradition sehen wir uns weiterhin verpflichtet. Wir möchten auch in Zukunft Informations- und Aufklärungsarbeit für dieses umweltfreundliche und zukunftsträchtige System leisten. Wir werden die weiteren Entwicklungen fachmännisch begleiten und für Sie, unsere Leser, verständlich aufbereiten. Der Informationsbedarf ist auch bei den innovativ denkenden Landwirt groß. Denn das richtige Know-how ist für den Unternehmenserfolg unverzichtbar.

 

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